Da wir bisher nur innerhalb Seouls geblieben sind, wollten wir die Chuseok Ferien nutzen, um mal aus Seoul heraus zu kommen. Aber was ist Chuseok? Dies ist einer der wichtigsten Feste in Korea, eine Art Erntedankfest, vergleichbar vom Stellenwert mit unserem Weihnachten, bei dem im Kreis der Familie gefeiert wird, daher gibt es an diesen Tagen auch Ferien.
Wir haben daher ein Hotel in Sokcho gebucht, das im Osten von Korea an der Küste und dem angrenzenden Seoraksan-Nationalpark liegt. Um dorthin zu gelangen, haben wir ein Ticket für einen Fernbus von Seoul nach Sokcho gebucht. Dies ging relativ problemlos, außer dass es zwei verschiedene Terminals in Sokcho gibt und wir statt neben unserem Hotel etwas 3 km entfernt angekommen sind. Da wir aber nur mit Rucksack unterwegs waren, haben wir das als Einlaufen für unsere kommende Wanderung genutzt und konnten uns nach der Busfahrt etwas bewegen und schon mal einen Blick auf Sokcho werfen.
Am Freitag haben wir uns dann den Strand und Sokcho angesehen. Am Strand durfte man nicht schwimmen, wir konnten nicht herausfinden, ob es nur zu dieser Zeit so ist oder ob man an anderen Tagen eine Aufsicht hat und man im Meer schwimmen darf. Wir sind zumindest einmal nach der Wanderung ins Meer gegangen, aber nicht heraus geschwommen. Das Wetter war am Freitag etwas trüb und als wir dann in einem kleinen Hafen von einem Aquarium mit Krebsen und den daneben stehenden dampfenden Kochtöpfen zum nächsten gegangen sind, schlug das Jutta etwas auf die Stimmung…Wir haben aber dann auch ein paar schöne Stellen in Sokcho finden können.


Am Samstag sind wir dann früh morgens mit dem Bus in den Nationalpark aufgebrochen. Wir hatten schon Befürchtung, dass er wegen Chuseok überlaufen wäre, das war aber am Eingang der Fall. Wir sind eine Station früher ausgestiegen und an der Autoschlange vorbei gelaufen. Im Park war dann schon etwas weniger los und je weiter wir gewandert sind, um so weniger Leute waren um uns herum. Durch die Feiertage mussten wir auch keinen Eintritt bezahlen, auch wenn dieser mit 3000 Won sehr niedrig ist. Der Nationalpark ist sehr schön, sehr gepflegt und man hat schöne Eindrücke von der Natur, wie man auf den Bildern sehen kann. Eine Kollegin aus der Schule hatte uns schon vorgewarnt, dass Wandern in Korea bedeutet, dass man ohne große Umwege direkt den Berg hoch läuft!!! Das könnt ihr gut an den Bildern mit den Treppen und dem Höhenprofil von Komoot erkennen! Die Tour auf den Ulsanbawi Rock war aber sehr schön, wenn auch zum Schluss sehr anstrengend.













Am nächsten Tag sind wir dann etwas später gestartet, da wir die einfachere Tour zu den Biryong Wasserfällen machen wollten. Diese war auch sehr schön und bis zum ersten Wasserfall trotz Muskelkater gut zu laufen. Der weitere Weg zum zweiten Blick auf den Towangseong Wasserfall ging aber dann über eine 900 Stufen lange Treppe nach oben, wodurch sich wieder ein ähnliches Höhenprofil ergab. Nichtsdestotrotz war die Tour auch sehr schön und der Nationalpark ist auf jeden Fall einen Besuch wert! Zum Abschluss haben wir uns noch ein kühlendes Getränk gegönnt.











Am nächsten Morgen sind wir dann nach einem Frühstück mit Blick aufs Meer ohne Probleme wieder mit dem Bus zurück gefahren. Dieses Mal auch vom richtigen Terminal aus! 😉

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